Aus Sicht der ErzieherIn


Der Morgen beginnt mit der Freiarbeit. Während dieser Zeit gibt es kein festes Angebot. Die Kinder haben die Möglichkeit - im Rahmen der vorbereiteten Umgebung -, in aller Ruhe ihren individuellen Interessen nachzugehen. Dabei können sie allein oder mit Unterstützung der ErzieherIn, ihre Tätigkeiten auswählen und auch entscheiden, ob sie Spielpartner wünschen.

In der Freiarbeitsphase besteht auch die Gelegenheit zu frühstücken. Hier können geübte Fertigkeiten zu einem sozialen Zweck eingesetzt werden, z. B. wenn ein Kind einem körperbehinderten Kind hilft, seinen Tee einzugießen. Wir leiten die Kinder dazu an, das benützte Geschirr anschließend abzuwaschen und den Tischplatz für das nächste Kind neu herzurichten.

Nach der Freiarbeit versammeln sich die Kinder im Stuhlkreis. Hier stehen gemeinsame Beschäftigungen im Mittelpunkt. Je nach Situation werden z. B. Spiele gemacht und gesungen, Bilderbücher betrachtet und Geschichten erzählt, Gespräche geführt, Sachthemen erörtert oder auch gemeinsam gefeiert. Danach geht es fast immer in den Garten.

Nachmittags stehen erlebnispädagogische und bewegungsintensive Angebote im Vordergrund. Folgende Themen werden angeboten:
Montag Turnen
Dienstag Märchen und Geschichten
Mittwoch Garten AG
Donnerstag Kreativ

Wo immer sich die Gelegenheit ergibt, versuchen wir, unseren Kindern auch außerhalb des Kinderhauses neue Erfahrungsmöglichkeiten zu erschließen, z. B. bei Ausflügen, Naturerkundungen, Museums- und Theaterbesuchen.

Jede Gruppe übernachtet einmal pro Kindergartenjahr im Kinderhaus.

Ein weiterer Artikel zum Thema „Tagesablauf“ ist in der Montessorizeitschrift der Montessori-Vereinigung Aachen, Ausgabe Juni 2011 erschienen. Autorin: Renate Hipp - Leiterin des Kinderhauses.
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